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Dienstag, 04. Dezember 2018

Herren 1, 2. Liga: BSV RW Sursee - STV Willisau 21:27 (11:14)

Die Willisauer haben ihre Negativserie am Sonntagnachmittag beendet. Nach zuletzt vier Niederlagen am Stück zeigte das Team von Arno Huber im Derby gegen Sursee eine klare Leistungssteigerung und siegte verdient mit 27:21.

Die Vorzeichen für das Derby in Sursee standen für die Willisauer alles andere als optimal: Unter der Woche hatte sich Christoph Cranz am Fuss verletzt und musste auf einen Einsatz verzichten. Das Willisauer Team wurde also noch einmal markant verjüngt, das Durchschnittsalter der Hinterländer am Sonntagnachmittag lag bei 21.5 Jahren.

Ungeachtet der schwierigen Ausgangslage wollten sich die Willisauer in Sursee natürlich nicht kampflos geschlagen geben. Trainer Arno Huber hatte schon vor der Partie ein gutes Gefühl: «Im Training während der Woche war spürbar, dass die Jungs dieses Spiel unbedingt gewinnen wollen. Wir gingen im Training wieder dahin, wo es weh tut, und zeigten die nötige Bereitschaft, um Löcher in die gegnerische Abwehr zu reissen.»
Genau dies und eine gute Leistung in der Defensive verhalfen der jungen Truppe aus Willisau am Sonntagnachmittag zum wichtigen Sieg. Erstmals seit Längerem erwischten die Hinterländer wieder einmal einen guten Start in die Partie und mussten nicht schon von Beginn an einem Rückstand hinterherlaufen. Bis zur 20. Minute wechselte die Führung immer wieder hin und her. Doch dann konnten sich die Willisauer langsam absetzen und in der 28. Minute bauten sie ihre Führung durch den an diesem Sonntagnachmittag hervorragend aufgelegten Dennis Minder auf fünf Tore Differenz aus. Bis zur Pause mussten die Hinterländer dann zwar noch zwei Tore hinnehmen. Mit dem Spielstand von 14:11 zu ihren Gunsten konnten die Gäste aber gut leben.

Die Führung nicht mehr abgegeben

Die erste Halbzeit hatte gezeigt: Wenn die Willisauer in der Defensive weiterhin so sattelfest stünden und ihre Angriffe clever zu Ende spielten, dann würde ein Sieg gegen das von Mitat Ferati trainierte Team aus Sursee auf jeden Fall drinliegen. Und diese Vorgaben setzte die Mannschaft von Arno Huber um. Die Willisauer gaben die Führung im zweiten Spielabschnitt nicht mehr aus der Hand. Die «jungen Wilden» rissen immer wieder Löcher in die gegnerische Abwehr und kamen so gegen die robusten Surseer ein ums andere Mal zum Torerfolg. In der Deckung verteidigten die Gäste weiterhin solidarisch und unterstützten sich gegenseitig. Und wenn doch einmal ein Ball aufs Tor flog, war der glänzend aufgelegte Andreas Schmidli zur Stelle. Der Routinier zwischen den Pfosten zeigte nicht weniger als 17 Paraden und hatte mit einer Abwehrquote von hervorragenden 45 Prozent wesentlichen Anteil am Willisauer Sieg. Im Verlauf der zweite Halbzeit pendelte sich der Vorsprung bei fünf bis sechs Toren ein. Die Surseer waren zu keiner Reaktion mehr fähig und letztlich jubelten die Hinterländer über einen 27:21-Auswärtssieg.

Heimspiel gegen den Leader

Im Heimspiel am kommenden Samstag (17 Uhr, Hallenbad) gegen Leader Muotathal II wollen die Willisauer ein weiteres positives Resultat schaffen. Das Derby hat den Hinterländern Mut und Zuversicht gegeben, das Handballjahr 2018 mit einem Husarenstück abschliessen zu können. Unterstützt vom Heimpublikum wollen die Hinterländer dem Tabellenführer ein Bein stellen.    lup

Sursee – Willisau 21:27 (11:14)
Stadthalle. – 200 Zuschauer. – SR Eichenberger, Seper. – Strafen: 3x2 Minuten sowie Rote Karte (Dahinden, 41.) gegen Sursee; 3x2 Minuten gegen Willisau. – Sursee: Bratanovic/Betschart/Ferati; Christen, Origoni, Christian Kurmann (3), Alukic (3), Dahinden (1), Trüssel (6), Tschopp, Walthert, Büchler (4), Wildhaber (1), Andreas Kurmann (3). – Willisau: Schmidli/Krummenacher; Iwan Grüter (3), Aregger, Willimann (2), Angehrn (3), Peter, Dätwyler (1), Dennis Minder (6), Wermelinger (1), Scherrer (3), Mühle (2), Lampart (6/2), Wicki.