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Mittwoch, 09. Januar 2019

Herren 1, 2. Liga: STV Willisau – SG Zurzibiet-Endingen 19:30 (8:14)

Mit einem Erfolgserlebnis gegen die SG Zurzibiet-Endingen wollten die Willisauer Handballer das neue Jahr beginnen. Gekommen ist es am Samstagabend ganz anders: Nach einer bescheidenen Leistung verloren die Hinterländer klar und deutlich.

Das junge Willisauer Team erwischte keinen allzu schlechten Start in die Partie gegen die SG Zurzibiet-Endingen. Einzig den Spielmacher des gegnerischen Teams, Rafael Spuler, der regelmässig in der 1.?Liga für Siggenthal aufläuft, bekam das Heimteam nicht richtig in den Griff. Die Willisauer sahen sich gezwungen, ihn schon früh mittels Manndeckung aus dem Spiel zu nehmen. Diese Massnahme schien zunächst zu funktionieren. Bis zur 14.?Minute lag das Heimteam nur mit einem Treffer im Rückstand. Dann allerdings machte sich die Unerfahrenheit der jungen Willisauer klar bemerkbar. Mit Abwehrchef Christoph Cranz (weilt bis Saisonende im Ausland), Christian Lampart und Raphael Häfliger fehlten gleich drei erfahrene und entsprechend wichtige Akteure.

Nach einer Viertelstunde setzten sich die Gäste langsam aber sicher ab. Die Willisauer nahmen nun immer häufiger unvorbereitete Abschlüsse, die gar nicht erst aufs Tor kamen oder aber dann vom gegnerischen Torhüter Damian Seifert pariert wurden. Auch ein Time-out von Trainer Arno Huber sowie ein Goaliewechsel von Andreas Schmidli zu Tobias Krummenacher konnte die schwache Phase der Willis-auer nicht beenden. Zwischen der 15. und 30.?Minute gelangen dem Heimteam gerade noch zwei Tore. Das war deutlich zu wenig und so sahen sich die Willisauer zur Halbzeit bereits mit einem 8:14-Rückstand konfrontiert.

Nicht auf dem nötigen Niveau

In der Pause war die Hoffnung der Einheimischen auf einen Punktgewinn dennoch intakt. Mit dem Vorhaben, die Angriffe konsequenter auszuspielen und in der Deckung entschlossener zuzupacken, startete das Heimteam in die zweite Halbzeit. Gleichzeitig ging es darum, nicht kopflos nach vorne zu rennen und dem Gegner so das Verwalten des Vorsprungs einfach zu machen. Die technischen Fehler sowie weitere Fehlwürfe sollten minimiert werden. Doch es sollte bei den guten Vorsätzen bleiben: Die Willisauer konnten während der gesamten zweiten Halbzeit nie an die Leistungen zum Ende der Vorrunde anknüpfen. Vorne fehlte die Konsequenz und hochkarätige Torchancen blieben ungenutzt. Hinten mangelte es an der nötigen Aggressivität. Der Gegner hatte oft viel zu viel Platz und kam so immer wieder zu einfachen Toren. Vermochten die Willisauer den Rückstand zunächst und bis zur 54.?Minute mit sechs bis sieben Toren einigermassen in Grenzen zu halten, häuften sich die Unkonzentriertheiten in den letzten Minuten noch einmal. Nach 60 Minuten stand somit eine bittere 19:30-Klatsche zu Buche.

Die letztlich klare Niederlage nur auf die fehlende Routine und Abgeklärtheit zu schieben, wäre jedoch zu einfach. Auch in Sachen Einstellung, Wille und Cleverness liessen die Willisauer beim ersten Auftritt im neuen Jahr einiges vermissen. Fakt ist: Mit einer solchen Leistung lassen sich in der 2.?Liga keine Spiele gewinnen.

Die Partie vom letzten Samstag gilt es zu analysieren und aufzuarbeiten. Dann aber müssen die Hinterländer den Blick nach vorne richten. Bis zum nächsten Ernstkampf auswärts gegen die 2.?Mannschaft des BSV Stans bleiben den Willisauern noch knapp zwei Wochen Zeit. Dann muss allerdings eine klare Steigerung erfolgen. Der STVW hat nur noch einen Punkt Reserve auf den 10.?Platz, welcher mit Entscheidungsspielen gegen den Abstieg verbunden ist. Für die Willisauer kann es aktuell nur eine Devise geben: Kopf lüften und im Training alles geben. lup/pbi

Willisau – Zurzibiet-Endingen 19:30 (8:14)

Hallenbad. – 70 Zuschauer. – SR Eng, Meienberg. – Strafen: 8x2 Minuten gegen Willisau; 3x2 Minuten gegen Zurzibiet-Endingen. – Willisau: Schmidli/Krummenacher; Cédric Grüter, Aregger (3), Willimann (6), Angehrn (1), Peter (1), Dätwyler, Dennis Minder, Iwan Grüter (2), Scherrer (1), Mühle (3), Rumi (1), Wicki (1). – Zurzibiet-Endingen: Seifert (1)/Fabian Spuler (1); Strittmatter, Binder (1), Indri (3), Grossrieder (8), Moser, Schifferle (1), Florian Spuler (2), Weiss, Berger (3), Braun (2)