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Montag, 02. Dezember 2019

Herren 1, 2. Liga, STV Willisau – SG Ruswil Wolhusen, 16:23 (7:9)

(Nick Schmidiger) Wie schon so oft in dieser Saison wurde der Start in die Partie vom Willisauer Herren-Fanionteam komplett verschlafen. Über die gesamte Spielzeit musste die Heimmannschaft diesem Rückstand hinterherlaufen. Trotz mehrmaligem Anschlusstreffer konnte sich schlussendlich die Gastmannschaft aus Ruswil/Wolhusen durchsetzen.

Miserabler Start trotz Siegesplan

Das Heimteam hatte sich nach der desolaten Leistung vom vorangegangenen Wochenende Zeit genommen, um über die Probleme im Angriff und der Verteidigung zu sprechen. Diese Erkenntnisse wurden alle zu einem „Game-Winning-Plan“ zusammengetragen, mit welchem man sich aus dem Tabellenkeller kämpfen will.

Beim Anpfiff der Begegnung zeigten die Willisauer jedoch wieder das gleiche Gesicht wie von letzter Woche. In der Verteidigung stimmten die Absprachen der einzelnen Mitspieler nicht und so konnten die Gäste einfache Tore erzielen. Im Angriff wurde meist versucht, mit unvorbereiteten Aktionen Tore zustande zu bringen. In der sechsten Spielminute wurde beim unschönen Stand von 0:5 aus Sicht des Heimteams das Team-Time-Out genommen. Dem Trainerteam war bewusst, dass die neue Spielvariante Zeit braucht, um sich in der Mannschaft zu festigen – aber dem Gegner die Tore beinahe ohne Gegenwehr zu schenken, sollte keinesfalls die Absicht sein.

Steigerung nach „Wachrüttlungsrede“

Nach dieser Ansprache zeigte sich eine Besserung im Spiel des STV Willisau – sowohl hinten als auch vorne. Die Absprache in der Deckung und mit dem Torhüter klappte mit zunehmender Spielzeit immer besser. Im Angriff wurde die offensive Deckung der Gäste mit Spielauslösungen auseinandergezogen, wodurch teils sehenswerte Tore erzielt werden konnten. Demzufolge konnte der Rückstand auf die Gäste nach und nach verkürzt werden. Das Team von Trainer Arno Huber hatte ihren letzten Gegentreffer vor der Pause in der 17. Minute (!) zu verzeichnen. Die Spielgemeinschaft scheiterte danach auch immer wieder an Andi Schmidli, dem einmal mehr stark aufspielenden Torhüter der Willisauer. Dank einer guten Leistung im ersten Durchgang, wenn man den verschlafenen Start ausklammert, musste das Heimteam nur mit einem Rückstand von zwei Toren in die Kabine gehen.

Der Ausgleichstreffer in Durchgang Zwei mehrmals zum Greifen nahe

Das Trainertrio hielt die Pausenansprache kurz. In der Deckung müsse weiterhin mit der Entschlossenheit und dem Selbstvertrauen agiert werden. Im Angriff soll die Deckung der Gäste noch mehr auseinandergezogen werden, um so Lücken in die Verteidigung zu bringen.

Zum Start der zweiten Halbzeit zeigte sich dann aber ein ähnliches Bild wie zu Beginn der Partie. Unkonzentriertheiten schlichen sich beim Heimteam ein und die Gäste aus Ruswil/Wolhusen konnten ihren Vorsprung schnell auf 4 Tore erhöhen. Die Grafenstädter liessen aber zu keinem Zeitpunkt der Begegnung den Kopf hängen und glaubten an ihre Chancen. So kam es in der 36., 41. und 45. Minute zu mehrmaligen Anschlusstreffern für das Heimteam. Zu mehr reichte es leider nie in dieser spannenden und umkämpften Partie, obwohl man mehrmals die Chance zum Egalisieren hatte. Doch leider verpasste man es in diesen so wichtigen Momenten, das Runde ins Eckige zu befördern – nicht zuletzt erneut wegen unnötigen Fehlern und fehlender Abschluss-Präzision. Am Ende resultierte erneut eine 16:23-Niederlage für das Fanionteam der Herren.

Nun gegen die Übermächtigen aus Luzern

Wenn man den Beginn der Partie aussen vorlässt, zeigte das junge Team nichtsdestotrotz eine geschlossene, solide Mannschaftsleistung, welche bei der Heimniederlage gegen den HC Kriens vermisst wurde – und dort vielleicht zu Punkten geführt hätte. Auf dieser Leistung soll und muss aufgebaut werden, wenn man am Ende der Saison nicht mit dem Abstieg konfrontiert sein will. Am kommenden Wochenende reist das Team von Arno Huber in die Kantonshauptstadt, wo der noch ungeschlagene BSV Borba Luzern auf das Fanionteam des STV Willisau wartet. Mit der gleichen Leistungsbereitschaft und ohne Einbrüche im Spiel könnte dem Tabellenführer die erste Saisonniederlage zugeführt werden.

Willisau – Ruswil/Wolhusen 16:23 (7:9)
Willisau Hallenbad – 120 Zuschauer – SR Tresch, Zakarauskas – Strafen: 4x2 Minuten gegen Willisau, 5x2 Minuten gegen Ruswil/Wolhusen
Willisau: Mehr/Schmidli; Angehrn, Aregger, Grüter Cédric (1), Grüter Iwan (1), Häfliger (1/1), Lienhart (6), Minder (3), Mühle, Schacher (2), Scherrer (1/1), Schmidiger (1), Coach: Huber, Borer, Peter
SG Ruswil/Wolhusen: Arnold/Meier; Estermann (2), Imgrüth, Kaufmann Noah, Kaufmann Remo, Lustenberger Niklaus (3), Lustenberger Philipp (5/1), Reichmuth (4/1), Schaller, Theiler (1), Weingartner Andreas, Weingartner Cyrill (3), Weingartner Daniel (5/1)

 

--> weitere Impressionen (Mathias Bühler)