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Dienstag, 03. Dezember 2019

Damen 1, Herren 1: WMS 1. & 2. Runde, Luzern

von Fabienne und Kilian Mühlemann

Dem Willisauer Damen Fanionteam gelang mit fünf Punkten ein erfolgreicher Start in die Wintermeisterschaft. Die Herren haben derweil die Chance verpasst, Platz drei zu verteidigen.

Fünf Punkte aus vier Spielen erkämpften sich die Willisauer Korbballerinnen am Samstag beim Saisonauftakt in Luzern. Damit ist der Start mehr als geglückt. Für das neu zusammengewürfelte Team war das Resultat der ersten Runde eine Bestätigung für die intensive Trainingsarbeit der letzten Wochen. Nach dem klaren Cup-Aus im Sechzehntelfinal gegen Zihlschlacht 2 konnte das Team ausserdem wieder Selbstvertrauen tanken.

Es hätten beim Meisterschaftsstart gar noch mehr Punkte werden können. Das Startspiel gegen Unterkulm endete äusserst knapp zu Gunsten der Aargauerinnen. Dabei hätten die Willisauerinnen dank der beherzten Aufholjagd einen Punkt verdient gehabt. In der Halbzeit lag das Team mit zwei Körben in Rücklage. Doch dank einer überaus starken Verteidigung und viel Power im Angriff konnte das Skore gar noch gedreht werden. Doch leider konnte Willisau die Führung nicht behaupten. Ein Penalty kurz vor Schluss für Unterkulm, ein Ballverlust im Angriff der Willisauerinnen und ein Weitwurf in letzter Sekunde liessen die Aargauerinnen am Ende mit 5:4 jubeln.

NLA-Team gefordert

Trotz der Niederlage waren die Grafenstädterinnen stolz auf die gezeigte Leistung und den ersten Auftritt in dieser Konstellation in der obersten Liga. Gegen das NLA-Team aus Dottikon konnten sie diesen Schwung mitnehmen. Der Start in die Partie gelang zwar nicht wie gewünscht. Insbesondere die grossgewachsene Centerspielerin machte den Willisauerinnen das Leben schwer. Zur Pause lag man 2:6 in Rücklage. Doch erneut setzte das Team zur grossen Aufholjagd an und verwandelte den Rückstand in einen 7:6 Vorsprung. Doch auch in diesem Spiel wurden die Willisauerinnen nicht mit einem Sieg belohnt. Kurz vor Schluss erhielt Dottikon noch einen umstrittenen Penalty zugesprochen und versenkte den Ball zum 7:7-Endstand.

Souveräne Siege zum Schluss

Gegen Küssnacht und Pfäffikon standen danach zwei Spiele an, die man unbedingt gewinnen muss, wenn man sich in der Tabelle nach vorne orientieren will. Hier spielten sich die Willisauerinnen in einen regelrechten Rausch. Gleich mit 11:3 wurde das Team aus Küssnacht vom Platz gefegt. Mit tollen Kombinationen fand ein Ball nach dem anderen den Weg in den Korb. In der Verteidigung liess man kaum etwas zu. Ähnlich verlief die Partie gegen Pfäffikon. Auch hier funktionierte das Zusammenspiel der Willisauerinnen hervorragend. In der zweiten Halbzeit steckte Willisau ein wenig zurück, wodurch Pfäffikon nochmals näher kam. Doch die Luzerner Hinterländerinnen liessen sich nicht beirren und gewannen diese Partie mit 8:6. Das ganze Team war nach diesem Spieltag überaus zufrieden mit der gezeigten Leistung, insbesondere da man erst seit September in der neuen Konstellation spielt. Nach dieser ersten Runde steht Willisau auf dem fünften Tabellenrang. Weiter geht es am 15. Dezember mit der zweiten Runde.

Platz drei vergeben

Die Willisauer Herren hatten dank dem sehr erfolgreichen letzten Wochenende mit Platz drei in der Tabelle viel Selbstvertrauen getankt. So wollte man am Sonntagmorgen gegen den Aufsteiger aus Rickenbach im ersten Spiel doch gleich so weiter fahren. Willisau startete stark und konnte sich früh mit 2:0 absetzen. Da man die Chance davonzuziehen nicht wahrnehmen konnte, hiess es zur Pause 4:4. Weil die erste Willisauer Mannschaft auch nach der Pause die zahlreichen guten Chancen nicht wirklich nutzen konnte und die Rickenbacher ihre Angriffe effizient abschlossen, musste sich der STVW mit dieser unnötigen Niederlage abfinden. Mit fünf Treffern war Markus Hängärtner, welcher in der ersten Runde noch fehlte, der auffälligste Willisauer Spieler.

Sieg in letzter Sekunde

Damit nicht lange den vergangenen Chancen nachgetrauert wurde, musste das Trainerduo Wermelinger/Mühlemann das Team für das nächste Spiel nochmals motivieren. Denn nun musste man gegen das Team aus Boswil aus dem Kanton Aargau ran. Die erste Halbzeit erinnerte stark an das Startspiel. Wieder ging der STVW in Führung und liess dann den Gegner wieder herankommen. Zur Pause war klar: Jetzt musste man einen Gang hochschalten, wenn man nicht als Verlierer vom Platz gehen wollte. Vor allem die unnötigen Fehler mussten aus dem Willisauer Spiel verschwinden. Die zweite Halbzeit war sehr ausgeglichen und voller Emotionen, und die Manndeckung der Boswiler stellten die Willisauer Offensive vor Probleme. Beim Spielstand von 5:5 und noch einer Minute Spielzeit musste nach einer umstrittenen Szene von beiden Teams je ein Spieler für zwei Minuten auf die Strafbank. Dies gab dem STVW im Angriff viel Platz. Die Schlussminute spielten die Grafenstädter routiniert herunter. Am Ende war es Mannschaftskapitän Manuel Aregger, welcher mit einem wunderschönen Korb das Steuer noch einmal herumriss und so dem Team den Sieg sicherte.

Wikon makellos

Zum Schluss wartete noch Tabellenführer Wikon auf das Fanionteam. Noch einmal wurden alle Kräfte mobilisiert und nach dem vorherigen Sieg konnte man auch ohne Druck antreten. Der STVW konnte lange sehr gut mit dem Spitzenreiter mithalten, auch da der Angriff besser funktionierte. Zur Pause stand es 8:5 für Wikon. In der zweiten Hälfte erkannte man, warum Wikon die noch einzig ungeschlagen Mannschaft der Liga ist. Durch sehr präzise Weitschüsse konnten sich die Wikoner zwischenzeitliche mit 11:5 absetzen. Danach kam es zur Schlussoffensive des STVW mit einigen schönen Körben und grosser Spielfreude. Trotz dieser 11:8-Niederlage war es das beste Spiel der Runde und eine super Reaktion nach den schweren ersten beiden Spiele. Dadurch rutscht Willisau in der Tabelle auf den sechsten Zwischenrang.

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