Aktuell Detail

Dienstag, 12. August 2014

Kantonaler Nationalturntag des Turnverbandes Luzern, Ob- und Nidwalden am Samstag, 6. September 2014 in Willisau

Am Samstag, 6. September, herrscht auf den Willisauer Schlossfeldanlagen Hochbetrieb. Mehr als 300 Athletinnen und Athleten aus dem Verbandsgebiet Luzern, Ob- und Nidwalden kämpfen um den Tagessieg am Nationalturntag. Der Grosswanger Abraham Krieger übernahm vor vier Jahren das Amt des Zentralpräsidenten im Eidgenössischen Nationalturnverband. Er freut sich auf spannende Wettkämpfe, welche er als Ehrengast verfolgt.

von Esther Peter-Dossenbach

Abraham Krieger, Sie begeistern sich seit Jahrzehnten fürs Nationalturnen. Was genau fasziniert Sie an dieser Sportart?

Vor allem ihre Vielseitigkeit. Aber auch die Fairness beeindruckt mich. Die Sportler lernen zu verlieren und Respekt vor dem Gegner zu haben. Ein Nationalturner muss nicht nur körperlich fit sein, sondern auch im Kopf stark, um sich immer wieder auf neue Disziplinen einstellen zu können. Nationalturnen ist eine Lebensschule.

Nationalturnen ist in unserer Region stark vertreten. Wie erklären Sie sich diese regionalen Stärken? Gibt es Bestrebungen, den Sport in anderen Teilverbänden bekannter zu machen?

Das Nationalturnen steht und fällt in den Vereinen vor allem mit motivierten Leitern, welche die entsprechenden Disziplinen vermitteln können. Seit drei Jahren können wir dank der Zusammenarbeit mit der UBS noch verstärkt Jugendförderung betreiben. Die ersten Früchte dieser Bestrebungen sind bereits spürbar.

Im letzten Jahr organisierte der TV Grosswangen die nationalen Titelkämpfe, in Roggliswil fanden die Jugendmeisterschaften statt und nun führt der STV Willisau die kantonalen Meisterschaften durch. Die Vereine im Hinterland sind sehr aktiv.

Dies ist sehr erfreulich. Es zeigt und beweist, wie fest verankert das Nationalturnen in unserer Region ist und mit wie viel Leidenschaft und Engagement diese Sportart betrieben wird.

Mit dem Schweizer Meister Thomas sowie seinem Bruder Martin Suppiger vom STV Willisau verpassen verletzungsbedingt zwei grosse Favoriten diese Meisterschaften. Wer ist aus Ihrer Sicht nun Titelanwärter in der Königskategorie A?

Für den Organisator ist es schade, dass zwei seiner Aushängeschilder nicht mit dabei sind. Als Zentralpräsident nehme ich eine neutrale Funktion ein – dennoch wäre es wunderbar, wenn der Sieger aus der Region kommen würde. Ich erwarte einen spannenden Wettkampf und wünsche allen eine gute Vorbereitungszeit und viel Wettkampfglück.



Abraham Krieger (Grosswangen), Zentralpräsident des ENV.