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Dienstag, 26. August 2014

Kantonaler Nationalturntag des Turnverbandes Luzern, Ob- und Nidwalden am Samstag, 6. September 2014 in Willisau

Andreas Reichmuths Form auf dem Weg zum Kantonalen Nationalturntag in Willisau vom Samstag, 6. September, stimmt. Der Grosswanger gewann am vergangenen Samstag an den Schweizer Meisterschaften in Reutigen den Kranz.

von Esther Peter-Dossenbach

Trotz dieses Erfolges hat er noch Steigerungspotenzial. «Vor allem beim Vorschaffen ist mir nicht alles geglückt, wie ich es mir vorstellte», analysiert der 24-Jährige seinen SM-Wettkampf. Mit 54,3 Punkten belegte er nach den ersten sechs Disziplinen keinen Spitzenrang. Mit je einem Sieg und einem gestellten Gang in den abschliessenden Zweikämpfen Ringen und Schwingen holte er dann aber die notwendigen Punkte zum erhofften Kranz. Ein versöhnlicher Abschluss also auf höchster nationaler Stufe von Andreas Reichmuth – und dies in der Königskategorie A.

Nationalturnen als Vorbereitung fürs Ringen

In den verbleibenden Trainings bis zu den kantonalen Meisterschaften versucht der Schreiner, die Form im Schwingen und Ringen zu konservieren und in den Vornoten noch einen Zacken zuzulegen. Andreas Reichmuth bestreitet beinahe seit zwanzig Jahren Nationalturnwettkämpfe. «Sie sind für mich der perfekte Ausgleich zum Ringen, meiner zweiten, grossen, sportlichen Leidenschaft.» Er schätzt vor allem die Vielseitigkeit am Nationalturnen, welche er als perfekte Vorbereitung für die Zweikämpfe auf der Matte sieht.

Seit drei Jahren kämpft er in der Königskategorie A um Podestplätze respektive um den Kranz. Und dies mit grossem Erfolg. Nach den verletzungsbedingten Absagen einiger Spitzencracks in Willisau gehört er aufgrund der guten Resultate durchaus zum erweiterten Favoritenkreis auf den Titel. Doch damit beschäftigt er sich nicht. «Das überlasse ich anderen. Ändern kann ich daran ja sowieso nichts und so nehme ich es, wie es kommt.» Dass der Wettkampf vor der Haustüre stattfindet, ist für Andreas Reichmuth nicht belastend. Er sieht es als zusätzliche Motivation. «Ich bin es mich vom Ringen her gewohnt, dass viele Zuschauer mit dabei sind. So ist es für mich kein zusätzlicher Druck. Ich freue mich auf diesen Wettkampf.» Er müsse einfach seine Leistung abrufen, dann komme es schon gut, ist Andreas Reichmuth zuversichtlich. Dass die Form stimmt, hat er mit dem Kranz an den SM bewiesen. Alles, was jetzt noch kommt, ist Zugabe. Und das kann – je nach Wettkampfverlauf – noch einiges sein.

Der Grosswanger Andreas Reichmuth gehört in Willisau zum erweiterten Favoritenkreis.