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Samstag, 06. September 2014

Nationalturntag Luzern, Ob- und Nidwalden vom Samstag, 6. September in Willisau

Nationalturnen Werner Suppiger (STV Willisau) reichte beim Nationalturntag Luzern, Ob- und Nidwalden ein gestellter Schlussgang gegen seinen Vereinskamerad Christoph Achermann um den Tagessieg in der Köngiskategorie A zu holen. Den Grundstein legte er mit einem starken Vorschaffen.

Der Schlussgang zwischen den einheimischen Werner Suppiger und Christoph Achermann in der Königskategorie A war aus Sicht der Organisatoren der krönende Abschluss eines fantastischen Wettkampftages auf den Willisauer Schlossfeldanlagen. Mehrere hundert Zuschauer verfolgten diesen Zweikampf um den Tagessieg. Sie sahen einen animierten Kampf, bei welchem die Favoritenrolle ganz klar auf den Schultern von Werner Suppiger lag. Doch der vier Jahre jüngere Vereinskamerad hielt geschickt dagegen und so gab es in diesem Gang keinen Gewinner. „Wir kennen uns aus den Trainings und so weiss jeder ganz genau, auf welche Aktionen er beim anderen achten muss“, so Werner Suppiger. Der Gestellte reichte ihm zum Tagessieg und er durfte das Rind Garda des Spenders Sales Schwegler mit nach Hause nehmen.

Grundstein zum Tagessieg im Vorschaffen gelegt

Werner Suppiger gelang mit diesem Sieg eine eindrückliche Bestätigung seiner bislang so starken Schwingsaison. Den Grundstein zu diesem kantonalen Erfolg legte der 26jährige im Vorschaffen obwohl er diesen Disziplinen in diesem Jahr bis vor Wochenfrist keine grosse Beachtung schenkte, lag sein Fokus doch ganz klar beim Schwingen. Dank seiner Routine machte er dieses Manko aber problemlos wett. Im Steinheben und Steinstossen realisierte er die Maximalnote. Trotzdem lag er vor den abschliessenden zwei Gängen Ringen und Schwingen nicht an der Ranglistenspitze. Diese musste er klar dem späteren Zweitplatzierten Martin Brühlmann vom TV Zihlschlacht überlassen. Doch dann lancierte Werner Suppiger eine Aufholjagd par excellence. Während seine Schlussgangqualifikation erwartet werden durfte, kam jene für seinen Vereinskameraden Christoph Achermann eher überraschend. Ihm gelangen die ersten vier Disziplinen mit Ausnahme des Steinhebens nicht nach Wunsch und er musste sich ungewohnte Abzüge gefallen lassen. Eine vordere Klassierung schien ausser Reichweite. Er trat mit einer „Alles oder Nichts“-Devise zu den Zweikämpfen an. Und diese Taktik ging auf, so dass seine Teilnahme am Schlussgang schlussendlich verdient war. Am Ende fehlten zum Willisauer Doppelsieg winzige zwei Zehntelspunkte. Werner Suppiger war einen Tag vor seiner Kilchbergpremiere nicht zu bezwingen. Er befindet sich in einer bestechenden Verfassung. Mit diesem Erfolg mit mehr als einem Punkt Vorsprung lieferte er die Bestätigung seiner bislang so starken Schwingsaison auf souveräne Art und Weise. Martin Brühlmann und Christoph Achermann haben ihm an diesem Tag aber alles abgefordert. „Auf dem Papier sieht es nach einem klaren Sieg aus. Doch es war ein harter Kampf, denn vor Heimpublikum anzutreten und den Erwartungen gerecht zu werden ist nicht so einfach. Ich versuchte den Fokus zu behalten und bin jetzt natürlich glücklich, dass es geklappt hat“, analysierte ein strahlender Werner Suppiger seinen Festsieg.

Grosswanger Doppelsieg bei den Piccolos

Der Grosswanger Andreas Reichmuth liess nach einem tollen Vorschaffen in den Zweikämpfe den einen oder anderen Zehntelspunkt respektive Sieg im Sagmehl liegen. Der zehnte Platz reichte aber für den Kranz und einen versöhnlichen Wettkampfabschluss. Den Sieg in der Kategorie L3 sicherte sich Reto Bürgi aus Alpnach dies dank sechs starken Auftritten in den Zweikämpfen, nachdem er beim Lauf am Vormittag doch einige Zehntelspunkte liegen gelassen hatte. Patrick Bösch (Grosswangen) verpasste den dritten Platz nur um eine Winzigkeit von zwei Zehntel. Mit starken Auftritten holten sich Andi Schmid (Grosswangen) im Rang 6b sowie Marco Stadelmann als Neunter eine Auszeichnung. In den Kategorien L2 und L1 gab es kein Vorbeikommen an den Nationalturnern aus Märstetten. Kevin Olbrecht gewann in der L2 und Lars Hugelshofer in der L1. 300 Nationalturner aus dem Verbandsgebiet Luzern, Ob –und Nidwalden aber auch aus weiteren Teilverbänden sorgten an diesen Meisterschaften für Hochbetrieb. Für einige in der Kategorie Piccolo war es der allererste Wettkampf überhaupt in ihrer Karriere und sie sorgten mit ihrer Unbekümmertheit im Vorschaffen wie auch in den Zweikämpfen immer wieder für spontanen Zwischenapplaus auf den Zuschauerrängen. Hin und wieder mussten zwar einige Tränen getrocknet werden. Doch die Enttäuschung dauerte meist nicht lange. Schon bald ging es weiter und die Konzentration lag auf der nächsten Disziplin respektive dem weiteren Gang. Bei den Jüngsten feierte der TV Grosswangen einen Doppelsieg. Martin Wirz und Noel Meyer überzeugten von A bis Z und liessen ihren 64 weiteren Kontrahenten keine Chance.