Saison 2003 - Gut gekämpft trotz Pech

Gut gekämpft trotz Pech

Geräteturnen Willisau

Mit Michèle Marti (K6) und Janine Aregger (K5) qualifzierten sich erstmals zwei Willisauer Geräteturnerinnen für die Einzel-SM in Tenero. Dies bedeutete sofortige Abreise ins Tessin nach der Aufführung am Turnerabend.

ep. Einen ausserst intensiven und strengen Monat in Bezug auf Trainingseinheiten sowie Wettkämpfe, haben die Willisauer Geräteturnerinnen hinter sich. Einerseits galt es für die beiden Landestitelkämpfe in der Mannschaft (die Qualifikation für diesen Wettkampf schafften vier Turnerinnen und zwei Ersatzturnerinnen) sowie im Einzel (Janine Aregger und Michèle Marti) topfit zu sein und andererseits wollte man beim Willisauer Turnerabend vor heimischem Publikum einmal mehr brillieren. Fazit: An allen drei Orten gelangen Spitzenleistungen, die zu grosser Freude Anlass gaben.

Früher Wettkampfbeginn

Erstmals in der Geschichte der Geräteriege Willisau gelang gleich zwei Einzelturnerinnen der Sprung an die Einzel-Schweizer-Meisterschaften. Am vergangenen Wochenende war es dann soweit. Am Samstagabend, sofort nach ihrem grandiosen Auftritt am Turnerabend, hiess es für Janine Aregger und Michèle Marti sowie den Trainern Monika und Urs Feierabend und einigen Fans: Abfahrt Richtung Tessin, genauer nach Tenero. Wettkampfbeginn für die vierzig K5-Turnerinnen war am Sonntagmorgen bereits um 8.30 Uhr. Dies bedeutete für Janine Aregger Tagwache bereits gegen 6 Uhr. Leider gelang ihr dann nicht an jedem Gerät die Übung wunschgemäss. Am Reck musste sie mit einer für sie eher ungewohnt tiefen Note (8,55) Vorlieb nehmen. Doch ein Blick ins Resultatblatt zeigt, dass sie am Boden mit 9,15 Punkten sowie am Sprung mit 9,0 Zählern durchaus mit den Allerbesten in dieser Kategorie mithalten konnte. Nicht allzu oft nämlich zückten die Wertungsrichter eine Note über der magischen 9-Punkte-Grenze. Das Gesamttotal reichte dann allerdings (noch) nicht ganz für eine vordere Platzierung. Doch Janine konnte an diesem Wettkampf eine gehörige Portion Erfahrung sammeln. 

Tiefe Note an den Ringen

Gegen Mittag waren dann die Turnerinnen der Kategorie 6 an der Reihe. Im 40-köpfigen Teilnehmerinnenfeld fand dank ihrer Topleistung an den Mannschafts-SM auch Michèle Marti Unterschlupf. Und auch ihr gelang leider kein optimaler Wettkampf. Der Patzer an den Schaukelringen war ganz bestimmt der Nervosität zuzuschreiben. Aufgrund der an diesem Gerät erhaltenen tiefen Note, waren die Aussichten auf einen Platz in der ersten Ranglistenhälfte natürlich aussichtslos. Doch Michèle liess sich nich beeindrucken und kämpfte toll weiter. Mit den weiteren Noten (Reck 9,00; Sprung 9,10 und Boden 8,95) durfte sie sicherlich zufrieden sein. Freude und Enttäuschung liegen gerade im Geräteturnen extrem nah beieinander. Oft entscheiden nämlich Zehntels- ja sogar Hundertstelspunkte im «Kampf» um eine auszeichnungsberechtigte Rangierung.

Die Enttäuschung war sowohl bei Michèle wie auch bei Janine nur von ganz kurzer Dauer. Die Gewissheit, sowie die Freude, zu den besten 40 Geräteturnerinnen des Landes zu zählen und somit an den Schweizer Meisterschaften startberechtigt zu sein, überwog mit recht deutlich. Michèle und Janine vertraten die Willisauer Farben an diesem Wettkampf gut und sie dürfen stolz auf das Erreichte und Gezeigte sein. 

Nun haben sich die beiden eine kurze Trainingspause mehr als verdient. Doch in Kürze fällt wieder der Startschuss für das Wintertraining. In den kommenden Monaten nämlich gilt es die Grundlage für eine hoffentlich ebenso erfolgreiche Gerätesaison 2004 zu legen. Den Auftakt zur neuen Saison bildet traditionsgemäss der interne Getu-Cup vom Samstag 20. März 2004.