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Sonntag, 16. Juni 2019

18:0 – Eine Demütigung sondergleichen

Mannschaftsreise Herren 2

Am vergangenen Pfingstwochenende war es endlich soweit. Die langersehnte Mannschaftsreise des Herren 2 stand auf dem Programm. Bei idealen äusseren Bedingungen besammelten sich 17 Nasen unter der Leitung des OK’s I. B. und L. L. um 0900 Uhr bei der alten Post. Wohin die Reise führte wurde nicht verraten. Nur eines schien sicher. Das ewige Duell zwischen Jung und Alt würde auch an diesem Tag ausgefochten werden. Um dieses Duell möglichst fair zu gestalten, wurden verschiedene Disziplinen durchgeführt, in denen die wenigsten Vorkenntnisse hatten.

Um gleich eines vorwegzunehmen. Am Ende des Tages gab es einen souveränen und mehr als hochverdienten Sieger. Der Verlierer musste eine Riesenklatsche einstecken. Nur vergleichbar mit dem legendären 7:1 der deutschen Nationalmannschaft gegen Brasilien an der Fussballweltmeisterschaft 2014.

Ausgestattet mit einem Rucksack und einem zweiten Paar Turnschuhen (wurden nicht gebraucht und sollten alle denken lassen, die Mannschaftsreise würde in einer weiteren Paintballschlacht münden) ging die Reise mit zwei 9er Büsli los. Die Route führte durch unbekanntes Terrain über Sursee, Beromünster, Hitzkirch bis nach Müswangen, an der Grenze des unbeliebten Kanton A. Auf der Fahrt dorthin streute Chauffeur L.L. absichtlich ein paar Fahrfehler ein, um für möglichst grosse Verwirrung zu sorgen. Schliesslich landeten alle auf dem schön gelegenen Bauernhof Holzmatt. Dort stand die erste Aufgabe an. Fussballgolf Jung vs. Alt. Um das ganze möglichst fair zu gestalten, wurden vierer Gruppen gebildet, bestehend aus alten und jungen. Somit konnte auch nicht geschummelt werden. Über zwölf Bahnen verteilt ging es darum, mit möglichst wenigen Ballberührungen den Ball im Loch zu versenken. Am Ende wurden alle Resultate zusammengezählt und siehe da: Das Resultat überraschte niemanden mehr. Alt gewann mit 22 Punkten Vorsprung auf Jung.

Die nächste Challenge auf dem Bauernhof Holzmatt stand an: Golf. Im Duell traten ein Junger gegen einen Alten an. Es ging darum, den Golfball in einem Kreis zu versenken, anschliessend sollte eine Waschmaschine getroffen werden und am Schluss ging es um pure Manneskraft – den Golfball vom Abschlag möglichst weit fliegen zu lassen. Leider entpuppte sich auch dieses Duell als einseitig heraus. Alt gab kein Duell verloren und baute die Führung aus. Besonders die präzisen und kraftvollen Abschläge von P.C. dürfte auf die Jungen demoralisierend gewirkt haben. Mit hängenden Köpfen und nach Ausreden suchend machte sich der Trupp an die nächsten beiden Aufgaben heran. Tischtennis-Rundlauf und Töggelen. Hier gestalteten sich die Duelle «etwas» ausgeglichener. Jung gelang es, kleine Nadelstiche zu versetzen. Für einen Sieg reichte es dennoch nicht.

Nach dem Aufenthalt ging die Reise weiter über Hitzkirch durch die Altstadt von Sursee. Entgegen der verbreiteten Meinung, die Krone Willisau sei das nächste Ziel, wurde der Abzweiger bei Kottwil Richtung Kidli genommen. Eine Schnaps-Degustation stand an. Kollektiver Freudentaumel brach aus. Jung witterte die Chance um sich nun endlich beweisen zu können. Ähnlich einer Tschütschübahn verteilten sich alle Teilnehmer hinter den Traktoren. Schnapser Pädi führte durch die Obstplantage und entführte das H2 in die Welt der Leberzerstörung. Insgesamt 22 Schnäpse und Liköre wurden degustiert. Einer besser als der andere. Vom Vielle Prune über Kräuterschnaps bis hin zum sagenumwobenen «Spaltöffner». Das Duell verlief lange Zeit ausgeglichen. Doch Alt ging knapp in Führung. Routinier D.Sch. sei Dank. Ohne seine neugierigen Fragen und kritischen Kommentare über die Auswirkungen der Sonnenstrahlen auf die Farbe des Pink-Lady Apfels wäre es wohl Unentschieden ausgegangen. Nach gut 2.5h war die Degustation zu Ende.

Euphorisch ging es wiederum zurück Richtung Sursee. Im Restaurant Bahnhöfli wartete ein Burger-Menu. Langsam begann sich die Spreu vom Weizen zu trennen. J.W. war bleich wie Schimmelkäse und tränkte mit dem zuvor degustierten Schnaps die Flora und Fauna rund um die Stadthalle. Keine Pflanze überlebte – bis heute. Ja es kam noch schlimmer. Jung handelte sich durch diesen Lapsus einen weiteren Tiefschlag ein. Alt bekam 10 Punkte auf das Konto gutgeschrieben. Das Duell war somit entschieden.

Am Ende des Tages ging es zum Schlummertrunk in die Altstadt von Sursee. Der Tag wurde rekapituliert und besungen. Am Ende hiess es, dem Videobeweis von. L.T.  sei Dank, 18:0 für Alt.

Ende gut, alles gut.