Aktuell

Dienstag, 18. Juni 2019

Eidgenössisches Turnfest: Spielturnier Herren und Damen, 14.-16- Juni 2019, Aarau/Biberstein

Am Eidgenössischen Turnfest in Aarau fanden am Wochenende die Spielwettkämpfe statt, unter anderem das Korbball Eliteturnier. Leider schafften es weder die Herren, noch die Damen den Sprung unter die besten Acht.

von Fabienne Mühlemann und Ruedi Wermelinger

Die Willisauerinnen kamen am Freitag dem Finalturnier-Einzug sehr nahe. Um unter die letzten acht vorzustossen, hätte man mindestens Gruppenzweiter werden müssen. Das haben die Hinterländerinnen zwar geschafft, schlussendlich wurde ihnen ein einziger Korb aber zum Verhängnis. Willisau hatte ein starkes Turnier gespielt, schlug Hallau (NLB) und Grindel sowie den Favoriten Wettingen aus der Nationalliga A. Gegen die Aargauerinnen gelang den Grafenstädterinnen ein hervorragendes Spiel und mit einem Schlussresultat von 15:14 zeigten sie ihre Qualitäten im Abschluss. Gegen Dottikon – ebenfalls ein NLA-Team – führte man zur Pause gar noch, doch dann schwanden die Kräfte. Es war nämlich das letzte von fünf Spielen à 40 Minuten an diesem heissen Freitag gewesen.

Die Niederlage ging in Ordnung und hätte man verkraften können, wäre da nicht der unnötige Punkteverlust gegen Arbon gewesen. Willisau lag bis zuletzt fast immer in Front und war das dominantere Team. Doch einige fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen brachten sie in Rage, was Arbon geschickt ausnutzte und ihnen schlussendlich einen 11:10-Sieg einbrachte. Die Gruppenphase schloss Willisau punktgleich mit den Thurgauerinnen auf Platz 2 ab, wegen der Niederlage in der Direktbegegnung durfte aber Arbon ins Finalturnier einziehen. Turnfestsieger bei den Damen wurde Täuffelen, die Erschwil-Grindel im Final besiegten.

STVW-Korbballer inmitten der Schweizer-Elite

Am vergangenen Samstagmorgen reiste das Herren-Fanionenteam des STVW mit 8 Spielern nach Aarau, um sich dort am Elite-Korbballturnier mit der nationalen Spitze zu messen. Mit 2 NLA- und 3 NLB-Teams wartete eine starke Gruppe auf die Willisauer. Daher gaben die Spielertrainer Mühlemann und Wermelinger vor dem Turnier einen Punktegewinn als ambitioniertes aber realistisches Ziel vor. Mit einer äusserst beherzten und kämpferischen Leistung haben die STVW-Korbballer dieses Ziel verdientermassen erreicht und dabei äusserst wertvolle Erfahrungen gesammelt!

Mit Madiswil stand den Grafenstädtern gleich im Startspiel eine äusserst schwierige Aufgabe bevor. Obwohl die Willisauer den besseren Start erwischten und zu Beginn munter mitspielen konnten, waren die Kräfteverhältnisse dann bis zur Pause doch eindeutig zugunsten des NLA-Vereins geklärt. Mit 6:13 hielt der STVW den Schaden aber in überschaubaren Grenzen, was aber auch damit zusammenhing, dass der spätere Silbermedaillengewinner des Turniers seine Kräfte clever einteilte.

Weiter im Text ging es mit Eggethof, dem aktuell 3. Platzierten der laufenden NLB-Saison. Wiederum erwischten die Luzerner einen guten Start. Durch schöne Passkombinationen und eine konsequente Verteidigung konnten sie das Spiel bis zur Pause ausgeglichen gestalten. Mit zahlreichen Verwarnungen und Strafen machten sie sich das Leben dann aber selber schwer, so dass sie sich schliesslich mit 8:15 unnötig klar geschlagen geben mussten.

Im dritten Spiel des Tages bekamen es die Willisauer mit Altnau-Kreuzlingen und damit dem momentan 2. Platzierten der laufenden NLA-Saison zu tun. Und die Thurgauer legten gleich los wie die Feuerwehr. Sie setzten ein ums andere Mal zum schnellen Gegenstoss an, wobei sie mit ihren 12 Spielern das Tempo konstant hoch halten konnten. Erst nach der Pause bekam der STVW diese Konter in den Griff. Mit einem 2:3 konnten die Mannen rund um Captain Manuel Aregger dem späteren Halbfinalisten in Umgang 2 dabei sogar Paroli bieten. Das Gesamtscore von 3:13 sprach aber natürlich klar zugunsten der Ostschweizer.

Nun wartete mit Meltingen erneut ein NLB-Team auf die Grafenstädter. Die 120 bereits gespielten Minuten machten sich natürlich langsam bemerkbar, aber dennoch konnte der STVW sowohl die Konzentration wie auch die spielerische Leistung auf einem hohen Niveau halten. Die Hinterländer packten in dieser Partie gar ihre schönsten Passkombinationen und Weitschüsse aus. Einmal mehr war insbesondere auch Topscorer Markus Hängärtner gleich mehrere Male mit herrlichen Distanz- und Halbdistanzwürfen erfolgreich. Auf der anderen Seite fanden die Solothurner ihrerseits vielfach kein geeignetes Mittel, um die löwenstarke Defensive der Luzerner zu überwinden. So war es wenig überraschend und vollkommen verdient, dass der STVW nach Ablauf der 40 Minuten schliesslich mit 11:8 seinen ersten Sieg an diesem hochklassigen Turnier erringen konnte.

Zum Abschluss der Gruppenphase stand noch das NLB-Team aus Erschwil auf dem Programm. Auch hier bewiesen die Willisauer noch einmal ihr grosses Kämpferherz. Ihre Kräfte schwanden aber von Minute zu Minute zusehends, was sich natürlich auch negativ auf ihre Treffsicherheit auswirkte. Als Konsequenz resultierte trotz Ausgeglichenheit bei der Anzahl der Chancen mit 8:13 eine Niederlage, die alles in allem zwar in Ordnung geht, aber um einiges zu hoch ausgefallen ist.

Mit diesen guten und beherzten Leistungen gegen die nationale Korbballelite hat das Fanionenteam der STVW-Korbballer bewiesen, dass es bereits mit NLB-Mannschaften mithalten kann! Dabei haben die Willisauer am ETF insbesondere in dreierlei Hinsicht überzeugt. Sie haben eine starke Teamleistung abgeliefert, jeder einzelne konnte sein aktuelles Potential weitestgehend abrufen und sie haben gekämpft bis zum Umfallen. Diese äusserst wertvollen Erfahrungen nehmen die Mannen rund um die Spielertrainer Mühlemann/Wermelinger nun mit in die Vorbereitung auf die nächste Wintermeisterschaft in der 1. Liga!