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Dienstag, 20. August 2019

Damen Nationalliga B: 5. Runde, 18. August 2019, Brügg BE

Die Willisauerinnen sind in der fünften Runde der Nationalliga B nicht auf Touren gekommen. In drei Spielen haben sie nur einen Punkt gewonnen und rutschten in der Tabelle auf Rang fünf ab.

von Fabienne Mühlemann

Die Ausgangslage zu Beginn des Spieltages am Sonntag in Brügg sah vielversprechend aus. Souverän lagen die Willisauerinnen in der NLB auf Rang drei. Zudem holte das zweitplatzierte Pfyn in extremis nur zwei Punkte und auch Verfolger Menznau strauchelte in dieser fünften Runde. Der Weg war also offen, um im Kampf ums Podest alles klar zu machen. Doch Willisau konnte die Chance nicht packen. Die Defensive war zwar sattelfest, doch der Angriff funktionierte nicht wie gewünscht. Zum einen mag es an den heissen Bedingungen gelegen haben, zum anderen am starken Abwehrverhalten der Gegner und schlussendlich auch am eigenen Unvermögen. In allen drei Spielen machten die Grafenstädterinnen zu viele Eigenfehler. Folglich kamen sie auch weniger zum Abschluss. Zum Vergleich: In allen bisherigen Runden gelangen den Willisauerinnen immer mindestens 28 Körbe. In Brügg gab es gerade deren 18.

Am Sieg gegen Urtenen geschnuppert

Gegen das ungeschlagene Urtenen II hatte der STVW nichts zu verlieren. Und dementsprechend rasant startete das Team in die erste Partie. Doch die Effizienz schwächelte mit der Zeit und gegen einen Gegner, der defensiv sehr clever stand, ergaben sich nur wenige gute Chancen. Trainer Dominik Bühler hatte die Truppe gut auf die Bernerinnen eingestellt, doch die zu wenigen Treffer in der zweiten Halbzeit verhinderten den Coup gegen die Routiniers (7:9). Trotzdem fuhr Urtenen an diesem Tag noch die erste Niederlage ein. In der letzten Partie gaben sie zwei Punkte an Buchthalen ab.

Dieses Buchthalen hatte offenbar einen guten Tag eingezogen. Nicht, dass sie spielerisch gegen Willisau brilliert hätten. Nein, die Luzernerinnen hatten die Partie selber aus der Hand gegeben. Nach einer schwachen ersten Halbzeit lagen sie trotzdem noch mit 4:3 in Front. Doch nach dem Wiederanpfiff schloss der STVW einen Angriff nach dem anderen mit einem Fehler ab, Schüsse waren Mangelware. Und so nutzten die Schaffhauserinnen ihre Chance und drehten die Partie noch kurz vor Schluss zum 6:5.

Rang drei hergegeben

Doch wie zu Beginn bereits erwähnt, strauchelten ja auch die anderen Teams, weshalb ein Sieg im letzten Spiel gegen Madiswil-Aarwangen umso wichtiger gewesen wäre. Doch auch hier gelangen den Willisauerinnen nur gerade sechs Körbe. Im Vergleich: In der Vorrunde schossen sie gegen die Bernerinnen zehn Treffer mehr. Dank der stabilen Defensivleistung resultierte trotzdem noch ein Unentschieden. Mit diesem einen Punkt rutscht Willisau auf Platz fünf ab, Menznau rückt auf Rang drei vor. Doch die letzte Runde, die am 7.  September in Aarwangen stattfinden wird, verspricht viel Spannung: Vier Teams, welche nur drei Punkte voneinander trennen, kämpfen um die Silber- und Bronzemedaille und dem damit einhergehenden Aufstieg in die NLA. Urtenen II ist schon definitiv NLB-Meister.