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Mittwoch, 12. August 2020

Ereignisreiches Leichtathletikwochenende

Langenthal, Rotkreuz, Zofingen und Regensdorf waren am Wochenende Schauplätze von nationalen Leichtathletikevents.

Raphael Huber und Lena Bussmann kommen in Rotkreuz nicht auf Touren

Raphael Huber und Lena Bussmann nahmen am Samstag an der zweiten Etappe der Swiss Jump Tour in Rotkreuz teil. Salome Lang (LAS Old Boys Basel), die Überfliegerin des Winters, konnte ihre Saisonbestleistung in Rotkreuz um einen Zentimeter auf 1.84 steigern, womit sie klar die stärkste Hochspringerin war. Noch nicht auf Touren kam hingegen Lena Bussmann. Die 17-Jährige bestritt in Rotkreuz erst ihren zweiten Wettkampf der Freiluftsaison und musste sich mit einer Höhe von 1.55 Metern begnügen. Auch Raphael Huber erwischte nicht seinen besten Tag. Der Ettiswiler, der für den STV Wilisau startet, blieb bei leichtem Gegenwind mit 6.54 Metern hinter seinen Möglichkeiten. «Es lief mir gar nicht nach Wunsch. Fünf meiner sechs Sprünge waren aufgrund eines zu langen letzten Schrittes ungültig. Im Wettkampf gelingt es mir noch nicht, diesen letzten Schritt korrekt umzusetzen. Darauf lege ich nun im Training den Fokus, so dass es hoffentlich bald wieder so gut läuft wie anfangs Saison in Bern, wo ich über sieben Meter gesprungen bin.» Als Zweitplatzierter sammelte er aber dennoch wichtige Punkte für die Gesamtwertung der Swiss Jump Tour. Die dritte Etappe der vierteiligen Wettkampfserie findet am nächsten Samstag in Schaffhausen statt. Für die Weitspringer ist dies bereits der Finalwettkampf. An diesem werden mehr Punkte als an den ersten beiden Meetings vergeben. Momentan liegt Raphael Huber mit 18 Punkten hinter Albion Dautaj (GG Bern), der ein Zwischentotal von 22 Punkten aufweist, auf Zwischenrang zwei. Den drei Erstplatzierten der Gesamtwertung locken Bargeldpreise.

Weiterer Sieg für Fabienne Müller

Bei hochsommerlichen Temperaturen fand am Samstag in Zofingen das Nachwuchsmeeting statt. Mit Jaël Arnold, Malena Bringold, Fabienne Müller und Jannis Pfrunder war der STV Willisau gleich vierfach vertreten. U18-Athletin Malena Bringold absolvierte in Zofingen ihren erst vierten 400-Meter-Lauf. Die Uhren stoppten für die Willisauerin nach 64.65 Sekunden, womit sie etwas mehr als eine Sekunde über ihrer persönlichen Bestleistung, welche bei 64.65 Sekunden steht, blieb. Die 15-jährige Fabienne Müller gab in Zofingen eine weitere Kostprobe ihres Lauftalents ab. In 7:01.49 entschied sie den 2000-Meter-Lauf zu ihren Gunsten. Lediglich an den Nachwuchsschweizermeisterschaften vor einem Jahr war sie über die fünf Bahnrunden schneller unterwegs. Erstmals in der speziellen Saison am Start war Jaël Arnold. Die 16-Jährige übersprang im Hochsprung im zweiten Versuch 1.50 Meter, ehe sie auf 1.53 dreimal scheiterte. Gleich in fünf Disziplinen stand in Zofingen Jannis Pfrunder im Einsatz. Sowohl über 80 Meter (10.38 Sekunden), im Hoch- (1.55 Meter) und Weitsprung (5.32 Meter) als auch im Diskus- (23.77 Meter) und Speerwerfen (33.74 Meter) erreichte der 14-Jährige persönliche Bestleistungen. Das Abendmeeting in Regensdorf war auch in diesem Jahr gut besetzt und lockte neben zahlreichen Teilnehmenden aus der Schweiz auch einzelne ausländische Athleten an. Florian Kalt (STV Willisau) stand erstmals überhaupt über 400 Meter hinter der Startlinie. Mit 54.55 Sekunden gelang dem 16-Jährigen ein guter Einstieg über die Bahnrunde. Über die selbe Distanz stoppten die Uhren für die Ettiswilerin Jana Grüter nach 65.17 Sekunden, womit sie nicht ganz an ihre Saisonbestleistung von 64.59 Sekunden herankam. Ihre Trainingskollegin Michelle Scherrer war über 800 Meter mit 2:15.46 Minuten fulminant in die Saison eingestiegen. In Regensdorf lief sie nun erstmals im Freien einen 1500-Meter-Lauf. Die Uhren stoppten für die angehende Sekundarlehrerin nach 4:59.88 Minuten. Ihre Schwester Seline Scherrer stand nach monatelanger Wettkampfabsenz als Pacemakerin im Einsatz und führte die Läuferinnen zu guten Zeiten. Nur zu gern wäre auch Stefanie Barmet (GWP Track Team) in Regensdorf in die Saison eingestiegen. Probleme mit dem Sprunggelenk verhinderten jedoch einen Start.