Aktuell

Dienstag, 20. Juli 2021

von Beni Wyss

Endlich war es uns nach langer Zeit wieder einmal möglich gemeinsam ein gewohntes Training zu absolvieren.  Schlechtes Wetter hatten wir ja noch nie zu beklagen auf unserer traditionellen Velotour. Deswegen liessen wir uns auch von den schlechten Prognosen nicht abhalten eine wunderbare Tour in zwei Teilen zu planen. Weit über dreissig Veloverrückte, oder soll ich lieber sagen Partyverrückte, so wie es mir schien waren beiderlei dabei, machten sich bei stark überzogenem Himmel auf die Tour. Eine Gruppe absolvierte die Flachlandtour und elf die Biketour. Auch dieses Jahr durften wir erneut unsere alten Vereinsmitglieder Sarah und Stefan sowie unser altgedientes Vereinsmitglied Marc, welches sonst doch eher selten im Training erscheint, begrüssen. Es war uns eine Ehre sie bei uns haben zu dürfen. Kari unser Orientierungsgenie war unser Guide. Er führte uns Anbetracht der unsicheren Wetterlage im Gulpwald durch seine ehemalige Arbeitsstätte als Förster und ja er führte uns regelrecht an der Nase herum, bald wusste nämlich keiner von uns mehr unseren genauen Standort. Es war faszinierend so nah von zu Hause solch tolle Singletrails, welche sogar ich mehrheitlich fahren konnte, zu befahren, genial. Leider hatten wir jemanden von der Donnschtigsgruppe dabei, und ja, ihr Konditionszustand war nicht gerade, sagen wir es mal so-„zischtigsgruppengerecht“. Zum Glück hatten wir jemanden von einer Versicherung mit einem roten E-Bike dabei (ich will keine Werbung machen), welcher die betreffende Person mitschleppen konnte, sonst wären wir schon viel früher in den Regen gekommen. Nur die letzte Viertelstunde kam Regen auf und so kürzten wir unsere Tour nach zwei Stunden Fahrzeit ab und gingen schnurstracks unter Dach. Aber unser Ziel war nicht wie gewohnt die Walkimatt sondern der Bauernhof Rossgass-Neuhus. Franz Lötscher hatte uns als Überraschung zu sich nach Hause in den neuen Stall eingeladen.  Gewisse Biker, die dachten sie wüssten den Weg zum gemütlichen Teil, hatten sich unerlaubterweise frühzeitig ausgeklinkt, rannten dann aber in der Walkimatt an und verpassten doch tatsächlich beinahe den eher wichtigeren zweiten Teil, hätte man sie nicht zurückgepfiffen. So geht das, wenn man sich nicht unterordnen kann oder will. Es sind immer wieder dieselben, welche dasselbe Schicksal ereilt und die stets glauben, sie wären Opfer der widrigen Umstände. Ach, es ist ein Elend, etwas Selbstreflexion wäre manchmal schon gut.

Die Flachlandgruppe war zu unserem Erstaunen wesentlich länger unterwegs als wir, aber nicht etwa weil sie viel länger Velo gefahren wären, nein, sie liessen sich von Jacqueline bei ihr zu Hause zu einem ersten Apéro einladen und verbrachten dort geraume Zeit. So war es nicht erstaunlich, dass sie weit mehr im Regen fahren mussten als wir, selbst schuld, sage ich da nur.
Unser Gastgeber Franz führte uns zusammen mit Eveline und Christian zurecht mit Stolz durch ihren gelungenen neuen Stall. Es ist sehr interessant, wie ein moderner Kuhstall in der heutigen Zeit funktioniert. Zudem wurden wir mit reichlich Speis und Trank bis tief in die Nacht verwöhnt.

So möchte ich allen recht herzlich danken, welche zum guten Gelingen der heurigen Velotour beigetragen haben. Als erstes natürlich, Euch Franz, Eveline und Christian für das Gastrecht auf Eurem Betrieb, dann Dir Martin für das Anfeuern und Vorbereiten des Buffets, damit wir den Abend von Beginn weg geniessen konnten. Vergelts Gott auch allen die einen Salat oder ein Dessert mitgebracht haben oder sonst auf irgendeine Art zum guten Gelingen des Abends beigetragen haben.

Im Namen der Zischtigsgruppe
Beni

Impressionen