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Montag, 22. November 2021

Herren 1, Männer Regional-Cup 1/8-Final, Handball Emmen (M3) – STV Willisau (M2), 29:32 n. V. (11:11)

Zwei Wochen sind vergangen seit der staken Leistung am Super Saturday, als das Fanionteam den Tabellenführer SG Ruswil Wolhusen mit neun Toren Differenz klar geschlagen hat. Nun standen die Hinterländer wieder im Einsatz, diesmal im Achtelfinale des Innerschweizer Regional-Cup. Dort traf der STV Willisau auf den Drittligist aus Emmen. Eine ausgeglichene erste Halbzeit, wobei die Willisauer nie richtig ihre Favoritenrolle annehmen konnten, spielte sich in Emmen ab. In der zweiten Halbzeit retteten sich das Fanionteam mit einem in den Schlusssekunden erzielten Tor in die Verlängerung (25:25). Diese konnte schlussendlich mit einem 3-Tore-Vorsprung, aus Sicht der Hinterländer, gewonnen werden. Durch diesen umkämpften Sieg zieht das Team um Trainer Arno Huber in den Cup Viertelfinal ein.

Von Nick Schmidiger

Keine Annahme der Favoritenrolle stattgefunden

Nach dem, äusserst erfolgreichen Saisonstart in der Meisterschaft, sollte nun auch der nächste Sieg, diesmal im Regio-Cup der Männer folgen und der damit Verbunde Einzug in das Cup-Viertelfinale. Mit dem gleichen Rezept, mit dem die bisherigen Mannschaften in der Meisterschaft bezwungen wurden, sollte auch gegen das unterklassierte Handball Emmen gespielt werden. Durch Tempohandball und ein schnelles Umschaltspiel sollen schnelle und einfache Torerfolge gefeiert werden. Durch eine kompakte Deckung soll dem Gegner das Toreschiessen so schwer wie möglich gemacht werden. Doch das ganze Spiel kam viel anders als im Vorfeld gedacht. Die erfahrene Mannschaft aus Emmen wusste sich erfolgreich gegen die Gäste aus Willisau zur wehr zu setzen. Durch die viele Technische Fehler, welche sich beiden Mannschaften in der Startphase leisteten, war es zuzuschreiben, dass in der zehnten Spielminute erst fünf Tore (2:3) gefallen waren. Willisau schwächte sich zudem immer wieder durch 2-Minuten Zeitstrafen selbst. Praktisch während den gesamten ersten 30. Spielminuten häuften sich auf beiden Seiten Wurf Fehler, Paraden durch die Torhüter und technische Fehler. Die Willisauer konnten die Leistung der vergangenen Meisterschaftspartien nicht im weitesten erneut abrufen. Durch ein Tor in den Schlusssekunden des ersten Durchgangs glichen die Gäste den Spielstand erneut aus und gingen mit einem Unentschieden in die Pause. Eine ungewohnte Situation für die, in letzter Zeit oft zur Pause führenden, Willisauer. Man bekundete Mühe im Angriff und auch in der Verteidigung klappte nicht immer alles wie gewünscht. Mit mehr Übersicht und Cleverness im Spiel sollten technische Fehler und dadurch Ballverluste möglichst verhindert werden.

Willisauer retten sich 12 Sekunden vor Schluss in die Verlängerung

Trotz der Pausenansprache ging es weiter, wo die Hinterländer vor dem Seitenwechsel aufgehört hatten. Durch unnötige Ballverluste gab man dem Gegner die Möglichkeit einfache Tore zu erzielen. Mit Zunahme der Spielzeit konnten die Ballverluste zwar etwas vermindert werden, doch dieses Unterfangen gelang auch der Heimmannschaft aus Emmen. Der Fokus beider Teams lag nun auf dem Toreschiessen. Die knappe Führung in der Partie wechselte inzwischen fast minütlich die Seiten. In der 58. Spielminute konnten die Hausherren Ihren letzten Treffer erziehen. Nach einem Team Time-Out konnten die Hinterländer im letzten Angriff, mit noch 12 Sekunden auf der Uhr, den erneuten Ausgleich zum 25:25 bewerkstelligen. Im Cup braucht es zwingend einen Sieger. Daher ging es für das Herren Fanionteam in die, zwei Mal fünf Minuten dauernde, Verlängerung in der Sporthalle Rossmoos.

Arbeitssieg in der Verlängerung

Infolgedessen, dass die Willisauer den Sprung in die Verlängerung geschafft hatte, stieg auch ihr Siegeswille dementsprechend an. Dies wurde gleich mit dem ersten Treffer, durch das Fanionteam, in der Verlängerung bewiesen. Technische Fehler der Willisauer konnten wären dieser Phase beinahe alle abgestellt werden. Mit zwei Tore Vorsprung (27:29) startete der zweite Teil der zusätzlichen Spielzeit. Dort fand nur ein Schuss der Hinterländer den Weg nicht in das gegnerische Tor. In der 70. Spielminute konnte das Fanionteam noch zwei Mal einen Torerfolg, zum schlussendlichen Arbeitssieg von 29:32 Toren, feiern.

Bereits in einer Woche, am Samstag, 27.11.2021 (16:00 Uhr, Willisau Hallenbad) greifen die Hinterländer wieder in den Meisterschaftsbetrieb ein. Dort treffen diese zu Hause auf die SG Aarburg/Oftrigen/Rothrist. Die Willisauer sind zwar nach ihren starken Leistungen in den letzten Spielen der Meisterschaft ganz klarer Favorit in der kommenden Partie, wenn sich aber eine Leistung wie gegen Emmen wiederholen sollte, kann sich dies schnell ändern.

Emmen – Willisau 29:32 n. V. (11:11)

Emmen Rossmoos – 20 Zuschauer – SR Estermann, Gusset – Strafen: 3x2 Minuten gegen Emmen; 6x2 Minuten gegen Willisau
Emmen: Bühler / Häfliger; Augsburger (2), Frei (4), Holvoet (9/3), Minnig (1), Rauser (3), Schmidig (5), Spring (3), Wicki (1), Züger (1)
Willisau: Mehr / Roos; Aregger (1), Bernet, Grüter Cédric (4), Grüter Iwan (6), Kurmann (1), Lienhart (9), Lustenberger, Minder (1), Schacher, Scherrer (7/3), Schmidiger (3), Tolusso - Coach: Huber, Borer, Cranz