Aktuell

Freitag, 26. November 2021

Wintermeisterschaft: Damen 1 & Herren 1, 28. November/4. Dezember

Nach der coronabedingten Absage im Vorjahr ist die Vorfreude bei den Korbballerinnen und Korbballern im Hinblick auf die Innerschweizer Meisterschaft 2021/22 gross. Am Sonntag finden in den Alpenquai-Hallen in Luzern die ersten Partien statt.

Die Frauen des STV Willisau mussten im Sommer den Abstieg aus der Nationalliga A hinnehmen. Ein Weltuntergang sei das nicht gewesen, sagt Spielerin Fabienne Mühlemann. "Wir mussten uns nach einer schwierigen Vorbereitung aufgrund vieler Absenzen auf ein solches Szenario einstellen. Deshalb haben wir das auch relativ schnell abhaken können."

Mit Blick auf die Innerschweizer Meisterschaft haben die Willisauerinnen viel in Kraft- und Ausdauertraining investiert. "Wir haben rein von der Körpergrösse gewisse Nachteile gegenüber anderen Teams. Diese versuchen wir mit Athletik und Spielwitz wettzumachen", sagt Fabienne Mühlemann. Primäres Ziel sei die Weiterentwicklung des jungen Teams als Ganzes. "Da einige routinierte Spielerinnen in diesem Winter eine Pause einlegen, können und müssen Jüngere Verantwortung übernehmen." Da es keine Absteiger gebe, könnten sie "völlig ohne Druck" aufspielen. "Was unter diesen Voraussetzungen möglich ist, wird sich zeigen."

Routinierte Willisauer

Besonders lang war die Wettkampfpause für die Korbballer des STV Willisau, welche eine Woche später in die Meisterschaft starten werden. Sie nehmen im Sommer schon seit Längerem nicht mehr an der Schweizermeisterschaft teil. Mit Ausnahme einiger Cupspiele werden die Partien an den Innerschweizer Meisterschaften deshalb die ersten Ernstkämpfe seit Februar 2020 für die Willisauer. "Wir haben tatsächlich relativ lange nicht allzu viel gemacht", gesteht Kilian Mühlemann. Er trainiert das Team zusammen mit Ruedi Wermelinger. Aufgrund der schmalen Personaldecke haben die Willisauer nur einmal wöchentlich trainiert, oft zusammen mit den Korbballern des SV Hergiswil, die mit ähnlichen Problemen kämpfen. "So waren wir immer genügend Leute für ein gutes Training. Die Freude am Spiel stand dabei immer im Mittelpunkt", so Mühlemann weiter.

Und was ist für die Willisauer unter diesen Bedingungen möglich? "Wir haben deutlich weniger investiert als in den Vorjahren. Entsprechend machen wir uns keinen Druck bezüglich einer konkreten Zielsetzung", sagt Mühlemann. Gleichwohl ist er überzeugt: Ein Platz im Mittelfeld sollte auch in diesem Jahr möglich sein. "Wir verfügen über ein sehr routiniertes Team, sind eingespielt und kennen unsere gegenseitigen Stärken. Ausserdem stimmen mich die bisherigen Auftritte im Cup und am Vorbereitungsturnier in Ruswil zuversichtlich."

Keine Absteiger, einige Rückzüge

Aufgrund der behördlichen Einschränkungen - Trainer, Spieler und Funktionäre ab 16 Jahre müssen für eine Teilnahme am Spielbetrieb ein gültiges Covid-Zertifikat vorweisen, also entweder geimpft, genesen oder getestet sein - hat die Interverbands Kommission Korbball des Turnverbands Luzern, Ob- und Nidwalden als Organisatorin der Innerschweizer Meisterschaft einige Anpassungen der Wettkampfvorschriften erlassen. So stand es sämtlichen Teams aufgrund der geltenden 3G-Pflicht offen, sich von der Meisterschaft 2021/22 zurückzuziehen. Normalerweise zieht ein Mannschaftsrückzug einen automatischen Abstieg nach sich. Diese Regelung ist in dieser Saison ausgesetzt.

Von dieser Ausnahmeregelung haben einige Teams Gebrauch gemacht. In der 1.Liga der Frauen verzichtet beispielsweise die 2.Mannschaft des STV Willisau auf eine Teilnahme an der diesjährigen Meisterschaft. Auch die Frauen des STV Wikon (2.Liga) sind heuer nicht am Start. Dies führt dazu, dass die Gruppen zum Teil arg dezimiert sind. So treten bei den Frauen in der 1.Liga nur sieben Teams an, in der 2.Liga sind gar nur fünf Mannschaften gemeldet.

Patrik Birrer, Willisauer Bote