Aktuell

Samstag, 27. November 2021

Herren 1, 2. Liga, STV Willisau – SG Aarburg/Oftringen/Rothrist
am Samstag, um 16:00 Uhr, Willisau Hallenbad

Nach dem hart umkämpften Viertelfinaleinzug im Regio-Cup von letzter Woche geht es für die Willisauer Herren in der Meisterschaft weiter: Vor dem morgigen Duell mit der SG Aarburg/Oftringen/Rothrist spricht Rückraumspieler Iwan Grüter über seine Form und zieht ein Fazit zur bisherigen Saison.

von Ramon Marti

12 Sekunden. Eine Fünftel-Minute. Oder einfach: so gut wie nichts. So wenig Zeit verblieb zwischen dem Schlusspfiff und dem rettenden Ausgleichstreffer für die Willisauer Herren am vergangenen Freitag. So gut wie nichts hat gefehlt, und das unterklassige Handball Emmen aus der 3. Liga hätte die favorisierten Gäste aus dem Luzerner Hinterland aus dem Regio-Cup der Innerschweiz geschossen. So gut wie nichts vor Spielende konnten sich die Houdini-Männer des STV Willisau dank Cédric Grüters Tor der bereits eng zugeschnürten Cup-Schmach-Schlinge doch noch entziehen und sich in die Verlängerung retten – in der die Grafenstädter die Oberhand behielten und schlussendlich mit einem 32:29-Auswärtssieg das Viertelfinal-Ticket doch noch lösten. Cédrics Bruder, Iwan Grüter, meint im Nachgang der Partie: «Das Spiel war schwierig. Wir haben nicht gut gespielt.» Während er für den Gegner lobende Worte findet, kritisiert er bei sich und seinem Team die Einstellung: «Wir waren nicht bereit.»

Aufstiegsrunde im Blick

Woran es scheinbar in Emmen mangelte, konnte man den Willisauern ansonsten bislang in der Meisterschaft überhaupt nicht vorwerfen. Im Gegenteil: Nach aussen wirken Grüter und Co. als eine geschlossene Mannschaft, die mit Power und Entschlossenheit Punkte und Siege holten. Die zuletzt am Super-Saturday den damaligen Tabellenführer mit zweistelliger Tordifferenz aus der Halle schossen und somit mehr als verdient aktuell auf dem vierten Zwischenrang liegen. Warum es den Herren heuer derart läuft? Darauf wusste auch Iwan Grüter keine wirkliche Antwort: «Wir sind vielleicht etwas älter und besonnener geworden [lacht]. Die Siege haben uns Selbstvertrauen gegeben. Aber wir haben unsere eigenen Erwartungen selbst übertroffen.» Das Ziel, ungleich den vergangenen Spielzeiten für einmal nicht gegen den Abstieg kämpfen zu müssen, gilt schon fast als hinfällig. Plötzlich richtet sich der Blick nach oben: «Wir wollen Spiel für Spiel nehmen und die Vorrunde wenn möglich im gleichen Stil beenden. Aber ja, die Aufstiegsrunde möchten wir mit dieser Ausgangslage schon erreichen.»

Rückraumspieler im Hoch

Mit zwei Punkten gegen den morgigen Gegner SG Aarburg/Oftringen/Rothrist könnte man diesem Ziel einen weiteren Schritt näherkommen. Gegen einen wie so oft in der dieser Spielzeit unbekannten Gast brauche es dafür vor allem «ein hohes Tempo». Und vielleicht einen erneut gut aufgelegten Iwan Grüter? Der 21-jährige Rückraumspieler ist mit bislang 44 Saisontoren klarer Topscorer seiner Mannschaft und brillierte schon mehrmals mit starken Partien. Auf die Frage, wie er dies anstelle, brachte er nur ein halb schmunzelndes, halb verlegenes «weiss auch nicht» über die Lippen. An einer Ernährungsumstellung oder verändertem Schlafrhythmus liege es «mit Sicherheit auch nicht». Das «Wie» wird ihm und seinen Teamkollegen wohl aber egal sein – Hauptsache mehr davon. Vielleicht schon morgen in der heimischen Hallenbadhalle?