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Dienstag, 10. Mai 2022

Topleistungen und Wetterglück beim Eröffnungsmeeting

Das Leichtathletik-Eröffnungsmeeting in Willisau war ein voller Erfolg. Tolle Leistungen, gutbesetze Felder, gute Stimmung und Wetterglück prägten die 49. Ausgabe des Anlasses, welcher vom STV Willisau organisiert wurde.

Abgesehen von teilweise kaltem Wind herrschten am diesjährigen Leichtathletik-Eröffnungsmeeting in Willisau gute klimatische Bedingungen, welche die Teilnehmenden zu nutzen wussten. Mit einem Knaller über 110 Meter Hürden erfolgte der Start in die 49. Austragung des beliebten Meetings. Finley Gaio, welcher die Schweiz in diesem Jahr bereits an der Hallen-WM über die Kurzhürden vertreten hatte, zauberte mit 13.72 Sekunden eine tolle Zeit auf die Bahn. Erst zweimal war der Basler, dessen Bestzeit bei 13.64 Sekunden steht, schneller gelaufen. Auch im Hochsprung kam er mit einer gültigen Höhe von 1.92 Meter bis auf drei Zentimeter an seinen Bestwert heran. Im Diskuswerfen fehlten mit einer gültigen Weite von 40.72 Meter lediglich 12 Zentimeter zur Bestweite, im Kugelstossen mit 14.06 Metern deren fünf. Auf der selten gelaufenen 300-Meter-Distanz steigerte der 23-Jährige seine bisherige Bestzeit um über sieben Zehntelsekunden auf 33.62 Sekunden. Dank diesen guten Leistungen war er der überragende Mehrkämpfer und siegte in der Gesamtwertung mit fast 400 Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten. Bei den Frauen, die einen Vierkampf bestehend aus den Disziplinen 100 Meter Hürden, Hochsprung, Kugelstossen und 150-Meter-Lauf absolvierten, war das Feld ausgeglichener. Am Ende konnte sich die Schaffhauserin Lydia Boll knapp vor ihren Konkurrentinnen durchsetzen. Dass Mitglieder des nationalen Mehrkampfkaders in Willisau in die Saison einsteigen, hat Tradition. Bereits zum 40. Mal waren sie am Eröffnungsmeeting zu Gast.

Drei Limiten für Nachwuchsgrossanlässe wurden erzielt

Für eine weitere Topleistung war der Thuner Fabio Luginbühl besorgt. Der 23-Jährige steigerte seine 100-Meter-Bestzeit von 10.73 auf starke 10.58 Sekunden.

Namhafte Athletinnen waren auch im Sprintcup am Start. Die Stabhochspringerin Andrina Hodel vom LC Frauenfeld, welche im vergangenen Sommer an den Olympischen Spielen in Tokyo teilgenommen hatte, absolvierte über 60 Meter, 100 Meter und 150 Meter einen Schnelligkeitstest. Über alle Disziplinen hinweg am schnellsten unterwegs war Cornelia Halbheer. Die amtierende 200-Meter-Schweizermeisterin auf Winterthur stieg mit 7.51 Sekunden über 60 Meter, 11.76 Sekunden über 100 Meter und 17.91 Sekunden über 150 Meter in die Saison ein. Zu überzeugen wusste auch die Juniorin Selina Furler. Die Athletin vom Verein Satus Gränichen lief die 100 Meter in 11.89 Sekunden, womit sie die Limite für die U20-Weltmeisterschaften um eine Hundertstelsekunde unterbot. Ebenfalls jubeln durfte Linda Bichsel (LV Thun). Sie verbesserte ihre persönliche Bestleistung über 100 Meter Hürden um über zwei Zehntelsekunden auf 13.74 Sekunden und erfüllte die bei 14.20 Sekunden festgelegte U20-WM-Limite. Die U18-Athletin Eve Attenhofer aus Basel unterbot derweil mit 13.83 Sekunden über 100 Meter Hürden die U18-EM-Limite. Einen starken Auftritt zeigte auch die für den LC Luzern startende Hochspringerin Livia Odermatt. Mit einer Höhe von 1.80 Meter egalisierte die Sempacherin ihre Outdoorbesthöhe. In der Halle war die grossgewachsene 26-Jährige bereits 1.85 Meter gesprungen. Da China zurzeit wieder mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu kämpfen hat, wurde die Universiade um ein weiteres Jahr nach hinten verschoben. Deshalb wurde das geplante Einladungsrennen, in dem der Sempacher Jonas Schöpfer die Limite über 800 Meter angreifen wollte, abgesagt.

Auch die WB-Athletinnen und -Athleten überzeugen

Erfolgreich starteten auch die Athletinnen und Athleten aus dem WB-Gebiet, darunter auch zahlreiche Nachwuchshoffnungen vom TV Grosswangen, dem TV Dagmersellen, dem STV Altbüron, der LR Gettnau sowie vom STV Willisau, in die Freiluftsaison. Lisa Stöckli siegte über 1000 Meter in einer Zeit von 2:54.26 Minuten. Lediglich einmal war die Grosswangerin bisher unter dem Hallendach schneller gelaufen. «Ich bin sehr zufrieden mit dem Saisoneinstieg. Meinen nächsten Start absolviere ich anlässlich des Pfingstmeetings in Basel», so die 28-Jährige. Im gleichen Rennen steigerte sich ihre Trainingskollegin Fabienne Müller auf 2:56.47 Minuten, womit die 17-Jährige erstmals eine Zeit unter drei Minuten realisierte. «Leider konnte ich am Ende nicht mehr ganz mit den Spitzenläuferinnen mithalten, mit der Zeit darf ich aber sehr zufrieden sein. Am Auffahrtsmeetings in Lagenthal werde ich erstmals in dieser Saison über 800 Meter antreten.» Die 15-jährige Willisauerin Tamara Plavsic übersprang im Hochsprung erstmals die Höhe von 1.60 Meter. Nicht ganz nach Wunsch lief es am Samstag hingegen Raphael Huber. Der Ettiswiler im Dress des STV Willisau, welcher sowohl im Sprintcup wie auch im Weitsprung antrat, kam abgesehen vom 150-Meter-Lauf nicht an seine persönlichen Bestleistungen heran. «Ich habe mir extrem viel vorgenommen und mir viel Druck gemacht, was mich komplett blockiert hat. Dementsprechend gross ist meine Enttäuschung. Bereits in einer Woche starte ich in Horw wieder im Weitsprung und werde alles daransetzen, eine bessere Leistung zu erzielen.»