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Montag, 09. Mai 2022

Damen 1, 1. Liga, STV Willisau – HV Herzogenbuchsee 2 21:12 (10:5)

Zwei Punkte zum Saisonabschluss: Am letzten Samstag trafen die Willisauerinnen vor heimischen Publikum gegen den HV Herzogenbuchsee 2 an. Die Grafenstädterinnen zeigten ab erster Sekunde eine solide Leistung und konnten dank ausreichender Tordifferenz das Gegnerteam auf der Tabelle überholen und sicherten sich so den 4. Rang.

Von Marina Marti

Ein letztes Mal Punkte holen mit Trainer Peter Joller: Das war das Ziel das Damen Fanionteams des STV Willisau. Dies mit brillanter Umsetzung: Vor heimischer Kulisse gewinnen die Hinterländerinnen gegen die Gäste aus Bern mit 21:12. Ein gelungener Saisonabschluss.

Starke Verteidigungsarbeit

Ein letztes Mal mit Trainer Peter Joller an der Seitenlinie wollten die Grafenstädterinnen nochmals all ihre Stärken auf den Tisch legen. Doch ihnen war auch bewusst, dass sie aufgrund des knappen Kaders ihre Kräfte gewissermassen einteilen müssen. Mit Anpfiff in die Partie startete das Heimteam wie die Feuerwehr: Ab der ersten Sekunde zeigten sie eine starke Verteidigungsarbeit. Die Gäste hatten Mühe, einen Durchbruch herauszuspielen. Ausserdem hat Neugoali Lena Borer Einiges dazu beigetragen, dass der Matchball in der ersten Halbzeit nur fünf Mal hinter der heimischen Torlinie landete. Den Willisauerinnen gelang es immer wieder, den Ball in der Verteidigung zu erobern. Leider konnten vorne im Angriff die Schüsse abermals nicht in Tore umgemünzt werden. Und der Fakt, dass Kreisläuferin Céline Cranz an dem letzten Match der Saison einen Schlag in den Hals abbekommen hatte und so die Partie nicht mehr zu Ende spielen konnte, reduzierte das Kader noch auf eine Auswechselspielerin. Diese Umstände führten zu einem Pausenresultat von 10:5 aus Sicht der Gastgeberinnen.

Am Ende nochmals aufgedreht

Joller war ganz zufrieden mit der Leistung seines Frauenteams. Seine Devise für die zweite Halbzeit: Wenn es sich anbietet, einen schnellen Gegenstoss ausführen, ansonsten Kräfte einteilen und dann durch präzises Druckspiel und simple Täuschungen an der gegnerischen Verteidigung vorbeikommen. Ausserdem sollte die Fehlerquote stets tiefgehalten bleiben. Der Start in die zweite Halbzeit ist dem Damen-1 Fanionteam leider nicht wie gewünscht geglückt: Nach knapp zehn gespielten Minuten nach der Pause landete der Ball nur zwei Mal im gegnerischen Tor. Einige technische Fehler und Fehlwürfe schlichen sich ein. Doch in der letzten Viertelstunde haben Grafenstädterinnen die Kurve wieder gekriegt – sogar ein sogenannter «Dreher» und einen «Schlenzwurf» wurden in Tore umgemünzt. Im Time Out des STV Willisau in der 59. Spielminute wurde es dann auch noch emotional zum Schluss: Trainer Peter Joller bedankte sich für die wertvollen fünf Jahre und umarmte jede Spielerin seines Teams. Das «Dame Eis» – gerührt von den Worten des Trainers und mit wässrigen Augen auf dem Platz stehend – gewinnt ihr letztes Spiel in der Finalrunde gegen den HV Herzogenbuchsee 2 mit 21:12.

Damit nimmt die Saison 2021/22 ein Ende: Die Willisauerinnen überholen Herzogenbuchsee aufgrund ausreichender Tordifferenz in der Finalrundentabelle und belegen den finalen Rang 4 – ein erfolgreicher Abschluss, der sich sehen lässt.


STV Willisau vs. HV Herzogenbuchsee 2

21:12 (10:5) Willisau BBZ – 70 Zuschauer – SR: Lütolf Daniel, Baggenstos Pirmin – Strafen: 2x2 Minuten gegen Willisau, 3x2 gegen HV Herzogenbuchsee 2.
Willisau: Schoch (100%), Borer (40%); Cranz (1), Egli (4), Anliker (2), Marti (2), Günnel (5), Zimmermann (1), Blum (5), Minder (1), – Staff: Joller Peter, Tanner Michelle, Ferati Toska.
Herzogenbuchsee: Trösch (12%), Heinzmann (25%); Braun (1), Lüthi (1), Seliger, Rchen (1), Staub, Gygax Caroline, Bartels, Ris (3), Zweifel (3), Gygax Carmen (3), Ryser, Brefin – Staff: Willen Simon.