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Mittwoch, 22. Juni 2022

Er läuft künftig wieder für Willisau auf
Bericht des Willisauer Boten (Autor: Patrik Birrer), Ausgabe vom 18.06.2022

Tolle News für alle Fans der Handballer des STV Willisau: Jan Peter wechselt vom 1.-Ligisten HV Olten zurück ins Luzerner Hinterland und wird in der neuen Saison wieder für seinen Stammverein auf Torejagd gehen.

von Patrik Birrer

Bereits in jungen Jahren hat der Willisauer Jan Peter seine sportliche Heimat verlassen. Über den Nachwuchs des HSC Suhr-Aarau, die U17-Nationalmannschaft, den TV Zofingen und den HV Olten führte der Weg des heute 27-Jährigen bis in die Nationalliga A. Für den HSC Suhr-Aarau war der Flügelspieler während anderthalb Jahren auf höchstem Niveau aktiv. Zuletzt spielte Peter wieder für den HV Olten in der 1. Liga. Bei den Solothurnern war er Captain und Toptorschütze.

Nun also die Rückkehr zu den Wurzeln. Wobei Rückkehr eigentlich gar nicht stimmt. Denn obwohl Jan Peter in den vergangenen Jahren für andere Vereine auflief, blieb seine Beziehung zum STV Willisau stets eine sehr enge. Das äussert sich beispielsweise in seinem Engagement in der Handball-leitung. Dort hat er seit 2016 Einsitz, zuletzt führte er das Amt als Sportchef aus. Nun streift er sich auch wieder des Willisauer Dress über.

Die Erwartungen sind hoch

Welches sind seine Beweggründe? Und weshalb macht er diesen Schritt gerade jetzt? Verschiedene Umstände hätten dazu geführt, sagt Jan Peter. Entscheidend sei seine berufliche Situation gewesen. Als Teammanager und Verantwortlicher für die Heimspiele beim NLA-Club HSC Suhr-Aarau sowie in seinem Sportmanagment-Studium an der Fachhochschule Graubünden in Chur ist er stark gefordert. «Zusammen mit dem Engagement beim HV Olten und den Aufgaben beim STV Willisau war es in jüngster Zeit etwas sehr viel. Ich habe gespürt, dass ich etwas kürzer treten muss. Deshalb habe ich mich für den Wechsel nach Willisau entschieden.»

Bei den Verantwortlichen des STV Willisau ist die Freude über diesen Entscheid selbstredend riesig. Erich Albisser, Präsident der Handballleitung, sagt: «Für unser junges Team ist die Rückkehr von Jan Peter ein absoluter Glücksfall. Mit seiner Einstellung, seiner Leistungsbereitschaft und seiner Erfahrung wird er die Mannschaft mitreissen und weiterbringen.» In diesen Worten klingt es bereits an: Die Erwartungen im Umfeld des STV Willisau an den Nationalliga-A-erprobten Akteur werden sehr hoch sein. Wie geht Jan Peter damit um? Macht er sich Gedanken, diese allenfalls nicht oder nicht vollständig erfüllen zu können? «Wer mich kennt, weiss, dass ich von mir selber vermutlich am meisten erwarte. Deshalb sehe ich das Ganze ziemlich gelassen. Ich muss niemandem mehr etwas beweisen, werde aber alles daran setzen, um dem Team zu helfen. Ich will vorangehen und auf und neben dem Platz Verantwortung übernehmen.»

Vom Flügel in den Rückraum?

Zuletzt stand Jan Peter mehrheitlich als linker Flügel im Einsatz. Im Team von Trainer Arno Huber könnte er in der neuen Saison aber durchaus auch auf der Mitte-Position im Rückraum zum Einsatz kommen. Dies, weil einerseits der linke Flügel bei den Willisauern bereits sehr gut besetzt ist. Andererseits stehen im Rückraum Luca Peter (neu Trainer der Willisauer Frauen) gar nicht mehr sowie Dennis Minder (Schulteroperation) und Dominik Scherrer (Hüftoperation) aufgrund von Verletzungen für längere Zeit nicht zur Verfügung. Mit seiner Erfahrung aus höheren Ligen scheint Jan Peter prädestiniert, diese Lücke zu füllen. Zumal er als Junior auf genau dieser Position mit dem Handballspielen begonnen hat.

Doch egal wo Jan Peter letztlich auflaufen wird: Die Vorfreude bei Team und Fans im Hinblick auf die neue Saison dürfte sich durch seinen Wechsel zusätzlich erhöht haben. Oder wie es Erich Albisser formuliert: «Wir hoffen, dass die positive Entwicklung beim Männer-Fanionteam weiter anhält. Jan Peter wird mit seiner Persönlichkeit diesbezüglich eine ganz wichtige Rolle einnehmen.»

Jan Peter war zuletzt in der Saison 2017/18 für das Herren-Fanionteam des STV Willisau aufgelaufen, damals noch im rotschwarzen Dress.

Inzwischen führte sein Weg etwa über den HV Olten (rechts) bis zum HSC Suhr Aarau in die Nationalliga A, die höchste Schweizer Handballliga der Herren. Mit nach Willisau nimmt er nicht nur zahlreiche Erinnerungen, sondern auch ein an Erfahrungen prall gefüllten Rucksack.