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Freitag, 23. September 2022

Damen 1, Mobiliar Cup 1. Hauptrunde, STV Willisau (F1) – SG CS Chênois Genève Handball (F1)
am Sonntag, um 18 Uhr, Willisau Hallenbad

Das Cup-Fieber kehrt zurück: Die Handballerinnen des STV Willisau empfangen am Sonntagabend im Mobiliar Cup die SG CS Chênois aus Genf.

von Ramon Marti

Die Französisch-Kenntnisse von Denise Egli seien nicht wirklich «on fire». Glücklicherweise werden diese am kommenden Sonntagabend kaum nötig sein, wenn das Damen-Fanionteam des STV Willisau in der ersten Hauptrunde des Mobiliar Handball Cups ihre Gäste aus der Westschweiz empfangen. Grundsätzlich müsse man auf dem Feld ja spielen, nicht diskutieren. «Und bei der Wahl des Spielballs vor Anpfiff werden wir uns schon irgendwie verständigen können, und sei dies sprichwörtlich mit Händen und Füssen», fügt die Teamverantwortliche lachend hinzu.

Grossartige Cup-Erinnerungen

An die letztjährige Cupsaison – vor allem an die Sechzehntelfinal-Affiche – erinnern sich die Willisauer Handballfrauen besonders gerne. Nicht unbedingt resultatbezogen: Gegen die mehrmaligen Schweizer Meisterinnen und späteren Cupsiegerinnen des LK Zug hatte das Fanionteam des STV Willisau nicht den Hauch einer Chance. Mit 16:41 wurden sie letztendlich vom hauseigenen BBZ-Platz gefegt. Doch die mitgenommenen Erfahrungen aus diesem David-gegen-Goliath-Spiel, dieses Gefühl, gegen die damaligen amtierenden Double-Gewinnerinnen auf dem Platz stehen zu können – dies wird den Willisauerinnen niemand nehmen können. «Das war schon ein ganz besonderes Erlebnis», erinnert sich Egli gerne zurück. «Die bombastische Stimmung an diesem Super-Saturday, das Messen mit den Allerbesten, das war grossartig. Wir hatten jede gelungene Aktion gefeiert.»

Die Aussicht auf weitere Hochkaräter

Ein Gegner solchen Kalibers erwarten Denise Egli und Co. übermorgen Sonntag gewiss nicht. Mit Willisau und der SG CS Chênois Genève Handball – ihr Name gefühlt so lange wie ihre Anfahrt ins Luzerner Hinterland – stehen sich in der Hallenbadhalle zwei Erstligistinnen gegenüber, deren Duell auf Augenhöhe erwartet werden darf. Die beiden Equipen kennen sich ohnehin bereits aus früheren Cup-Begegnungen. «Nachdem wir beim letzten Mal ins Welschland reisen mussten, freuen wir uns nun über das Heimspiel», so Egli.

Die Handballerinnen des STV Willisau gehen ambitioniert in die Partie: «Wir wollen, wenn irgendwie möglich, nicht gegen ein 1.-Liga-Team aus dem Cup fliegen», gibt die 26-Jährige das Ziel für das anstehende Cupspiel bekannt. Denn auch sie weiss: Bei einem Sieg könnte ihnen ja schon bald ein weiterer Hochkaräter zugelost werden. «Die Aussicht auf einen attraktiven Gegner schafft Anreiz und macht uns automatisch motivierter.» Und wenn Egli und ihre Teamkameradinnen sich auch am Sonntag wie in jüngster Vergangenheit auf dem Platz «hervorragend verstehen und die Abstimmung stimmt» – sie also sozusagen die gleiche Handballsprache sprechen – dann braucht es hoffentlich auch keine zusätzlichen Französischstunden, um mit den Genferinnen mithalten zu können.